Zwei Eimer Waschmethode
Schritt für Schritt
Die Anwendung der zwei Eimer Waschmethode ist wirklich easy und dauert bei mir kaum länger als eine normale Handwäsche. Die Vorreinigung ist dabei ganz normal: erst Felgen sauber machen, dann das Auto mit Snow Foam einschäumen und mit dem Hochdruckreiniger gründlich abspülen. Erst wenn der grobe Dreck runter ist, gehe ich mit Handschuh an den Lack. In unserem Artikel Neuwagenpflege kannst du das genauer nachlesen.
Schritt 1: Vorbereitung
Als erstes überlege ich mir, wo ich die Eimer hinstelle, damit ich nicht ständig um das Auto rumtanzen muss. Dann kommt in jeden Eimer ein Grit Guard. Ich nutze die Dinger gern in beiden Eimern, weil der Schmutz so schön am Boden bleibt. Kurz gesagt: der Grit Guard hält die Partikel unten fest, damit ich sie nicht wieder im Handschuh habe.
Kleiner Tipp aus meiner Praxis: ich nehme am liebsten zwei Eimer in unterschiedlichen Farben. Nach ein paar Minuten schäumen beide gleich und wenn man im Flow ist, greift man sonst schneller mal in den falschen.
Schritt 2: Eimer befüllen
Jetzt fülle ich beide Eimer mit frischem Wasser. Wenn ich warmes Wasser zur Verfügung habe, nehme ich das immer mit. Das löst den Dreck einfach besser – gerade bei Winterfilm oder diesem fiesen Straßenmix aus allem, was es so gibt.
Eimer 1: bleibt klares Wasser (Spüleimer)
Eimer 2: wird Shampoowasser (Wascheimer)
Welches Shampoo ich nutze, ist je nach Plan unterschiedlich. Standardmäßig nehme ich zurzeit z. B. Sonax Autoshampoo oder Shiny Chiefs Shampoo Orange.
Wenn ich nach der Wäsche versiegeln will, achte ich aber mehr drauf: dann nutze ich gern ein Shampoo, das alte Wachse und Versiegelungen besser löst. Dafür nehme ich manchmal Chemical Guys Clean Slate – aber wirklich eher dann, wenn die Versiegelung schon älter ist und runter soll. Wenn ich eine frische Versiegelung drauf habe, bleibe ich lieber sanft.
Wenn ich wirklich Rückstände runterholen muss, mache ich das kontrolliert mit einem leicht alkalischen Reiniger, z. B. Koch Chemie Green Star in 1:5 Mischung. Aber nicht als Standard für jede Wäsche – eher gezielt, wenn’s nötig ist.
Schritt 3: Handwäsche
Jetzt kommt der eigentliche Ablauf der zwei Eimer Waschmethode: ich wasche einen Bereich am Auto mit dem Shampoohandschuh (z. B. halbes Dach oder eine Tür). Danach spüle ich den Handschuh im Eimer mit klarem Wasser aus. Dabei rubbel ich den Handschuh am Grit Guard aus, damit der Dreck unten bleibt. Erst dann gehe ich wieder in den Shampoo-Eimer, nehme frisches Shampoowasser auf und mache den nächsten Abschnitt.
So bleibt mein Handschuh deutlich sauberer unterwegs – und genau deshalb entstehen weniger Mikrokratzer.
Weil ich da ein bisschen pingelig bin, sprühe ich jeden fertigen Bereich kurz mit dem Hochdruckreiniger ab, bevor ich weitergehe. Gerade im Sommer ist das Gold wert, weil sich Shampooreste auf warmem Lack sonst schneller festsetzen.
Die richtige Herangehensweise
Für den oberen Bereich vom Auto nehme ich feine Waschhandschuhe. Die schlucken ordentlich Flüssigkeit, gleiten sauber über den Lack und nehmen Schmutz in den Fasern auf, statt ihn über den Klarlack zu schieben.
Für den unteren Bereich nutze ich einen groben bzw. Korallen-Waschhandschuh. Da sitzt der grobe Dreck, und ich will den Kram nicht mit dem „feinen“ Handschuh nach oben tragen.
Am Ende mache ich meistens die Felgen noch mit dem restlichen Shampoowasser und einer Felgenbürste sauber.
Dann kärcher ich das Auto noch einmal komplett ab, damit wirklich alle Rückstände runter sind und ich eine saubere Basis fürs Trocknen habe.
Trocknung
schnell, flauschig, ohne drama
Zum Trocknen nehme ich große, flauschige Mikrofasertücher. Durch die hohe Saugfähigkeit ist das Auto schnell trocken und ich muss nicht groß rumrubbeln. Welches Tuch du nutzt, ist Geschmackssache – ich hab nur gelernt: einmal in gute Handtücher investieren spart Nerven. Ein gutes großes Mikrofasertuch liegt meist bei ca. 10–20 Euro und hält bei ordentlicher Pflege mehrere Jahre. Ich nutze zurzeit z. B. das Orange Baby von Liquid Elements.
Richtig waschen
Je nachdem, wie dreckig die Handschuhe und Trockentücher nach der Wäsche sind, werfe ich sie in die Waschmaschine. Wichtig: Mikrofaser-Waschmittel und absolut kein Weichspüler. Weichspüler macht die Fasern hart, verklebt sie und dann saugen die Tücher irgendwann einfach nicht mehr richtig.
Ich habe jahrelang Perwoll Sport Activecare genutzt und war echt zufrieden – kostet im Vergleich zu vielen „Auto“-Waschmitteln deutlich weniger. Mittlerweile nutze ich das Wizard of Gloss Waschmittel, weil es noch etwas besser reinigt und materialschonender ist. Aber am Ende gilt: Hauptsache passend für Mikrofaser, kein Weichspüler, nicht zu heiß und am besten nicht zusammen mit Baumwolle waschen.
Ich nutze fast ausschließlich die zwei Eimer Waschmethode, weil ich meine Autos oft wasche und so die Kratzerbildung deutlich reduziere. Und ganz ehrlich: je weniger ich am Ende des Jahres polieren muss, desto besser.
Empfehlungen für die zwei Eimer Waschmethode
Natürlich kannst du die Produkte auch anders kombinieren. Wenn du schon länger in der Fahrzeugpflege unterwegs bist, hast du bestimmt deine Favoriten. Alles, was ich hier nenne, habe ich selbst im Einsatz oder in der Vergangenheit getestet. Gesponsert ist da übrigens nichts.
Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Saubermachen.



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